Call for Papers: Edited Volume “Maoism, Art, and the New Chinese World Order”

Deadline: 15th Jan 2015

We are delighted to invite submissions for the first ever anthology focusing on the influence of Maoism on Eastern and Western art, provisionally titled: Maoism, Art, and the New Chinese World Order.
From the Peruvian campesinos to the Californian campuses, from the large factories in the suburbs of Paris to the independent radio stations in Bologna, beginning in the 1960s and right into the present, Maoism and the Cultural Revolution continues to capture the imaginations of activists, filmmakers, intellectuals, and artists the world over. Caught between a cult of personality and libertarian impulses, artists such as Thomas Bayrle, Jörg Immendorff, Gilles Aillaud, Darío Corbeira, Emory Douglas, Enzo Mari, Piero Gilardi and the French collective Supports/Surfaces all fell under the spell of Mao, though in very different and at times incompatible ways. Some artists attempted to integrate Maoist political principles into their work, while others assimilated Maoist material culture, the iconography and rhetoric of Maoism—or at least what was known in the West about the Cultural Revolution—into their production and model of authorship. This tendency was no less pronounced in intellectual circles. Althusser is the most famous example, but Foucault, Barthes, and Lyotard entered into a dialogue, or identified, with Maoism at one time or another. In fact, Maoism arguably provided the foundation for postmodernism, and all that has come afterward, including what Walter Benn Michaels has convincingly described as “neoliberal aesthetics.”
We are seeking abstracts in English for the first edited book about Maoist art all over the world. Several publishers have already stated their interest in the volume, and we are hoping to go to print the spring of 2016. We are particularly interested in the current legacy of Maoism in Chinese art now: in terms of both art practice, and also more structural analyses concerning, for example, the art market and/or art education.
The book has two aims. First, it will present a series of case studies revolving around North/South American and European artists who tried to engage with Maoism in their art. Subjects that we want to explore include: What were the chief goals inherent in the use of Maoism to produce art? Were some Maoist artists capable of developing an approach to the Cultural Revolution and Chinese art that went beyond a sort of orientalist militantism? Is it possible to locate the European artists’ fascination with Maoism within the longue durée of Western primitivism? Did the 1960s in Europe witness the emergence of artistic and philosophical tendencies which could be described as Maoist aesthetics? And if so, what is the significance of Maoist aesthetics, beyond the realm of art proper, for society at large?
The second half of the book will address the 1976-2014 period, concentrating on the importance of Chinese and Western Maoism for the art produced after the death of Mao in China and Asia . Topics we would like to address include: What was the reception of Western Maoist inspired art and theory in post-1976 China ? Is the thesis of “continuity” put forward by Barbara Mittler’s A Continuous Revolution (2013) applicable to contemporary Chinese art? What was the specific relationship between propaganda and art in Maoist cultural production, and how has that relationship evolved and developed in the twenty-first century? Can Chinese artistic production from the postwar period usefully be considered as a kind of Eastern Communist “culture industry”? And bringing it full circle, what are the implications of this thesis for Chinese art now and its reception in the West?
Please send a 400-500 word abstract in English and a one page resumé, with contact details, in one pdf document, to each of the editors: Noemi de Haro García noemi_deharo@yahoo.es, Jacopo Galimberti jacopogalimberti@yahoo.it, and Victoria H.F. Scott vhfs@riseup.net, no later than January 15th 2015. The selection of articles will be communicated by March 1st 2015.
Please circulate this call for papers within your departments and feel free to forward it to any other colleagues and listservs you think might be interested.
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CFP Maoism, Art, and the New Chinese World Order – Maoismus, Kunst und die Neue Chinesische Weltordnung.
 
Abgabeschluss  am 15. Januar 2015.
 
Wir möchten Sie gerne dazu auffordern, einen Beitrag für die bislang erste Anthologie, die den Einfluss des Maoismus auf die östliche und westliche Kunst untersucht, einzureichen. Der Arbeitstitel lautet: Maoism, Art, and the New Chinese World Order (Maoismus, Kunst und die Neue Chinesische Weltordnung).
 
Von den peruanischen Campesinos zu den kalifornischen Universitäten, von den großen Fabriken in den Vororten von Paris zu den unabhängigen Radiosendern in Bologna: seit Anfang der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts bis in die Gegenwart fesseln der Maoismus und die Kulturelle Revolution die Vorstellungskraft von Aktivisten, Filmemachern, Intellektuellen und Künstlern der ganzen Welt. Gefangen zwischen Personenkult und Impulsen des Libertarismus, gerieten Künstler wie beispielsweise Thomas Bayrle, Jörg Immendorff, Gilles Aillaud, Darío Corbeira, Emory Douglas, Enzo Mari, Piero Gilardi, das französische Kollektiv Supports/Surfaces unter Maos Bann, jedoch in sehr verschiedener  Weise und in zuweilen unvereinbaren Ausprägungen. Einige Künstler versuchten, Maos politische Prinzipien in ihre Kunst zu integrieren, andere assimilierten die maoistisch materielle Kultur, die Ikonografie und die Rhetorik des Maoismus – zumindest das, was im Westen über die kulturelle Revolution bekannt war – in ihre Arbeitsweise und Kunst. Diese Tendenz war auch in intellektuellen Kreisen ausgeprägt. Althusser ist das berühmteste  Beispiel dafür, aber auch Foucault, Barthes, und Lyotard haben sich mit dem Maoismus auseinandergesetzt. Tatsächlich kann man darüber diskutieren, ob der Maoismus die Basis für die Postmoderne und für alles danach sein könnte, einschließlich dem, was Walter Benn Michaels überzeugend als „neoliberale Ästhetik“ beschrieben hat.
Wir sind auf der Suche nach englischsprachigen Artikeln über maoistische Kunst in der ganzen Welt, um die erste Anthologie mit diesem Thema zu veröffentlichen. Mehrere Herausgeber haben bereits ihr Interesse an diesem Buch bekundet und wir planen, Anfang 2016 in Druck zu gehen. Wir sind an dem gegenwärtigen Erbe des Maoismus in der chinesischen Kunst interessiert – und zwar besonders an zwei Aspekten: zum einen am künstlerischen Schaffen an sich und zum anderen an einer eher strukturellen Analyse, die sich z.B. mit dem Kunstmarkt und/oder der Kunsterziehung beschäftigt.
 
Das Buch hat zwei Teile: im ersten Teil wird eine Serie von Fallstudien präsentiert, die sich sowohl um nord- und südamerikanische als auch um europäische Künstler dreht, die versuchten, den Maoismus in ihre Kunst zu integrieren. Wir wollen unter anderem diesen Fragen nachgehen: Was waren die Hauptziele, die dem künstlerischen Schaffen bei der Verwendung des Maoismus zugrunde lagen? Waren einige der maoistischen Künstler in der Lage, einen Zugang zur Kulturellen Revolution und zur Chinesischen Kunst zu entwickeln, der über eine Art orientalischen Militantismus hinausging? Ist es möglich, die Faszination der europäischen Künstler hinsichtlich des Maoismus in der longue durée des westlichen Primitivismus zu lokalisieren? Waren die 60er Jahre in Europa Zeuge der Entstehung von künstlerischen und philosophischen Tendenzen, die als maoistische Ästhetik beschrieben werden könnten? Und wenn dem so ist, welche Bedeutung hat dann maoistische Ästhetik über den Bereich der Kunst hinaus für die gesamte Gesellschaft?
 
Die zweite Hälfte des Buches wird sich mit dem Zeitraum von 1976 bis 2014 beschäftigen, in dem die Bedeutung des chinesischen und westlichen Maoismus für die Kunst nach dem Tod Maos in China und Asien beleuchtet wird. Weitere Fragen, denen wir nachgehen wollen, sind: Wie wurde die durch westlichen Maoismus inspirierte Kunst und Theorie in China nach 1976 rezipiert? Ist die These der „Kontinuität“, die in Barbara Mittlers A Continuous Revolution (2013) vorgestellt wurde, auf die zeitgenössische chinesische Kunst anwendbar? Was war die besondere Verbindung zwischen Propaganda und Kunst in der maoistischen kulturellen Produktion, wie ist diese Verbindung entstanden und wie hat sie sich im 21. Jahrhundert weiterentwickelt? Kann das künstlerische Schaffen der Chinesen währen der Nachkriegsjahre der Einfachheit halber als eine Art östlicher kommunistische „Kulturindustrie“ angesehen werden? Und um dies weiterzuführen: was sind die Implikationen dieser These für die zeitgenössische chinesische Kunst und ihre Rezeption im Westen?
Bitte schicken Sie einen englischsprachigen Artikel mit einem Umfang von 400-500 Worten zusammen mit einem einseitigen Lebenslauf und Kontaktinformationen in einem PDF-Dokument bis zum 15.01.2015 an jeden dieser Herausgeber:
Noemi de Haro García              noemi_deharo@yahoo.es
Jacopo Galimberti                     jacopogalimberti@yahoo.it
Victoria H.F. Scott                   vhfs@riseup.net
Die Entscheidung zur Auswahl der Beiträge wird Ihnen bis zum 01.03.2015 mitgeteilt.
Bitte leiten sie diesen CFP sowohl innerhalb Ihrer Abteilungen als auch an Ihre Kolleginnen bzw. Kollegen und List-Server weiter, die Ihrer Meinung nach interessant sein könnten.
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CFP Maoism, Art, and the New Chinese World Order – Maoïsme, art et le nouvel ordre chinois.
Deadline : 15 janvier 2015
Nous sommes heureux de diffuser un appel à contribution pour la première anthologie consacrée à l’influence du maoïsme sur l’art oriental et occidental dont le titre provisoire est : Maoism, Art, and the New Chinese World Order (Maoïsme, art et le nouvel ordre mondial chinois).
Des campesinos péruviens aux campus californiens, des grandes usines en banlieue parisienne aux chaînes de radio indépendantes à Bologne, débutés dans les années 1960 et encore actifs aujourd’hui, le maoïsme et la Révolution culturelle continuent d’alimenter l’imagination des activistes, des réalisateurs et des artistes du monde entier. Pris entre le culte de la personnalité et l’impulsion libertaire, des artistes comme Thomas Bayrle, Jörg Immendorff, Gilles Aillaud, Darío Corbeira, Emory Douglas, Enzo Mari, Piero Gilardi et le collectif français Supports/Surfaces ont cédé à l’appel du maoïsme, de manière totalement différente et parfois incompatible. Parmi les artistes qui intègrent les principes politiques maoïstes dans leur travail certains sont influencés par la culture matérielle, notamment l’iconographie et la rhétorique maoïste; certains autres ont inclus ce qui était su en occident à propos de la Révolution culturelle dans leur modèle de création. Cette tendance était tout aussi revendiquée dans les cercles intellectuels. Et si Althusser est l’exemple le plus célèbre, Foucault, Barthes et Lyotard ont également établi des contacts avec le maoïsme à un moment ou un autre de leur parcours. En réalité, le maoïsme a fourni sans aucun doute les bases du postmodernisme y compris ce que Walter Benn Michaels a décrit comme « l’esthétique néo-libérale ».
Nous sommes donc à la recherche de propositions d’articles en anglais pour le premier livre consacré à l’impact global du maoïsme sur l’art. Plusieurs éditeurs sont déjà intéressés et la publication est prévue au printemps 2016. Nous sommes tout particulièrement intéressés par des articles portant sur l’héritage actuel du maoïsme dans l’art contemporain chinois. Les propositions pourront porter tant sur le plan des pratiques artistiques qu’inclure des analyses plus structurelles portant par exemple sur le marché ou l’éducation artistique.
Le livre a deux objectifs. Premièrement, il présentera une série d’études de cas centrées sur des artistes d’Amérique du Nord et du Sud ou d’Europe qui ont inclus le maoïsme dans leur art. Plusieurs questions seront soulevées : L’Europe assiste-t-elle dans les années 1960 à l’émergence de courants artistiques et philosophiques que l’on peut qualifier d’esthétiques maoïstes ? Si tel est le cas, quel est le sens des esthétiques maoïstes, au-delà du champ artistique, pour la société en général?
La seconde partie du livre concernera la période qui court de 1977 à 2014 et sera consacrée à l’importance du maoïsme chinois et occidental dans l’art produit après la mort du grand Timonier en Chine et en Asie. Les points que nous aimerions traiter sont les suivants : quelle a été la réception du maoïsme occidental dans l’art et les théories artistiques après 1976 en Chine? La thèse de Barbara Mittler sur la « continuité » énoncée dans A Continuous Revolution (2013) est-elle applicable à l’art contemporain chinois ? Quelle est la relation particulière entre propagande et art dans la production culturelle maoïste et comment cette relation a évolué et s’est développée au XXIème siècle ? Est-il utile de qualifier la production artistique chinoise de l’après-guerre comme une “industrie culturelle” du communisme de l’Est ? Et enfin, quelles sont les implications de ces thèses dans l’art chinois actuel et sa réception en occident ?
Vous pouvez envoyer un résumé de 400 à 500 mots en anglais et un CV d’une page au format PDF avec vos coordonnées au comité scientifique : Noemi de Haro García noemi_deharo@yahoo.es, Jacopo Galimberti jacopogalimberti@yahoo.it, and Victoria H.F. Scott vhfs@riseup.net. Les documents doivent parvenir avant le 15 janvier 2015. La sélection des articles sera communiquée le 1er mars 2015.
N’hésitez pas à diffuser cet appel dans vos départements et à le transmettre aux collègues et listservs susceptibles d’être intéressés.